Der Webalizer-Analyzer verbindet die Besucherzahlen
mit den Google-Updates, allerdings nur mit denen, die auch tatsächlich eine Veränderung bewirken können. Ein Update der PageRank- oder Backlink-Anzeige hat keinen Einfluß.
Bis Frühling 2003 funktionierte Google so:
Der GoogleBot spiderte sich von Seite zu Seite, nach etwa 4 Wochen wurden die Aktivitäten geringer und die Rechner widmeten sich der Berechnung des PageRank und danach der Erstellung
der Indexlisten. Diese wurden dann auf die einzelnen Datenzentren überspielt (GoogleDance*). Alle Ergebnisse (PageRank, Backlinks, Suchindex) wurden also gleichzeitig aktualisiert. Fertig
- ein neuer 5-Wochen-Zyklus.
Die Ergebnisseiten änderten sich nur dadurch, dass aktuelle und scheinbar interessante Seiten für einen oder zwei Tage in den SERPs (Ergebnisseiten) sichtbar waren und danach wieder
verschwanden. Dafür war ein eigener Spider, der "FreshBot" zuständig.
Ab Frühling 2003 begann eine die stärkere permanente Aktualisierung der Daten. Die folgenden Index-Updates fielen unregelmäßiger und vor allem einschneidender
aus, deswegen bekamen sie Namen wie Hurricanes.
Am deutlichsten fiel "Florida" aus: Einige SEOs mussten Besuchereinbrüche auf ein Zehntel hinnehmen, andere freuten sich natürlich, weil die Karten neu gemischt waren.
Die folgenden Index-Updates "Austin" und "Brandy" korrigierten einige unangenehme Nebenerscheinungen des Florida-Updates.
Seit Frühling/Sommer 2004 gibt es eine permanente Veränderung des Index, den "Everflux". Der Index wird also nicht mehr alle paar Wochen, sondern permanent aktualisiert
und jedes stärkere Update ist gleichbedeutend mit einer Veränderung der Ranking-Kriterien und darauf basierender völliger Neuberechnung aller Ergebnisse.
Der PageRank und die BackLink-Anzeige werden seither nur unregelmäßig und "fehlerhaft" aktualisiert. Auf die Besucherzahlen hat die Anzeige des Balkens aber ohnehin
keinen Einfluß.
Im Februar 2005 gab es ein weiteres Index-Update namens "Allegra", bei dem hauptsächlich doppelter Content - also etwa gleiche Inhalte auf mehrere Domains kopiert -
und missliebige Linkstrukturen durch den Rost fielen. Was "missliebig" ist wurde bald von SEOs erkannt und geändert, deswegen wurde Anfang März das Allegra Update teilweise
wieder zurückgenommen.
Seit 2006 ist das Verhalten von Google im wahrsten Sinne des Wortes unberechenbar: Durch
den stärkeren Einfluss von Geo-Targeting (Einfluss der Region)
sind
Ranking-Abfragen
weitgehend
sinnlos geworden; da #1, dort #500. Damit hat sich auch der Spass
für professionelle SEOs aufgehört, weil windige Konkurrenz das
Wasser abgräbt. Weitere Änderungen im Google-Algorithmus betreffen
vor allen das Link-Wachstum, besonders die Struktur der Links.
Viele gängige "Löcher" (zB gekaufte Links von W3C) wurden geschlossen.
Mitte 2007 gibt Google offiziell zu, dass geschulte menschliche Besucher
da und dort nachsehen und (das ist der Punkt!): direkt eingreifen.
Damit wird Suchmaschinen-Optimierung der nackten Technik entrissen.
Seither boomt der Markt für Texter.
*Der GoogleDance an
sich hat nichts mit der Berechnung der Positionen zu tun, sondern
nur mit deren Veröffentlichung:
Mit GoogleDance bezeichnet man Abweichungen der dezentralen Datenbestände
von Google. Da sich die einzelnen Datenzentren leicht beobachten
lassen, deuten Abweichungen immer darauf hin, dass "etwas im Busch" ist, sprich: Dass sich die Google-Suchergebnisse zu ändern beginnen. Anders gesagt: Man kann heute nachsehen, was Google morgen aller
Welt zeigen wird.
Seit 2006 tanzt Google dauernd, der GoogleDance hat keine Bedeutung mehr.
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