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Alt aber gut?

Vorteile und Nachteile von Frames

Vorteile und Nachteile von Frames

Sehr viele ältere Websites sind mit Frames gemacht - man merkt das oft gar nicht. Auch wenn viele der Vorteile, die Frames lange Zeit hatten,  heute nicht mehr so wichtig sind, wird nicht gleich alles umgestellt; schließlich funktionieren Frames immer noch.
Was man über Frames wissen sollte.

Vorteile von Frames

Der Sinn von Frames ist, immer gleiche Teile einer Website - das Menü, der Header/Footer mit Logo usw nicht permanent neu laden und aufbauen zu müssen, sondern nur einmal. Damit hat der Computer und das Modem weit weniger zu tun und ein Klick wird 3x so schnell abgearbeitet. Wenn das "3x so schnell" im Bereich von 1/10 Sekunden liegt, ist der Unterschied nicht spürbar, bei langsameren Geräten oder Internet-Verbindungen kann das Warten hingegen ganz schön nerven.

Der ganz große Vorteil von Frames  - in Zeiten als Einwahlmodems noch üblich waren - war also der geringere Datentransfer. Deswegen wurden Frames sehr gerne angenommen. Leider hielten die Browser nicht mit der Entwicklung mit, so dass die theoretischen Vorteile nicht immer in der Praxis erkennbar waren.

Ein weiterer Vorteil von Frames war, dass sie sehr stabil sind. Die Alternativen zu Frames - Tabellen und CSS - brachten bei älteren Browsern (Netscape, IE4) einige Probleme mit sich, besonders CSS war sehr vom Browser abhängig.

Bei kleineren, statischen Seiten hatte der Webdesigner zudem den Vorteil, dass Ergänzungen oder Änderungen (etwa ein neuer Menüpunkt) nur auf einzelnen Seiten zu machen sind und andere Seiten davon unbeeinflusst bleiben.

 

Nachteile von Frames

Ganz klar sind die Nachteile von Frames, wenn die Site so groß ist, dass eine Menü-Leiste nicht mehr ausreicht. Dann muss mit Javascript oder gar mit mehreren Framesets getrickst werden - besonders Letzteres sollte unbedingt vermieden werden.

Bei dynamischen Seiten, also Seiten die aus einer Datenbank erzeugt werden, sind Frames selten die beste Lösung. Dynamische Seiten enthalten üblicherweise weit mehr einzelne Seiten, wodurch die Menüführung anders gestaltet werden muss.

Das ist auch ein Grund, warum Seiten mit Frames weniger oft in den Suchmaschine-Seiten auftauchen: Google bevorzugt prinzipiell größere Präsenzen, die aber mit Frames nicht pflegbar wären. Ein weiterer Grund ist, dass viele Präsenzen aus rein optischen Gründen Frames verwenden ("Kompakt-Design"). Bei derartigen Sites werden dann meist auch Bilder statt Text verwendet, was natürlich nicht gerade optimal ist.


Fazit:

Frames oder nicht ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage des Umfanges, ob statisch oder dynamisch und der optimalen Benutzerführung. Mache was am besten funktioniert und womit du am besten zurecht kommst.


 

Was man so hört zum Thema Frames

Frames lassen sich schlechter drucken.
Das hängt vom Browser und vom User ab. Bei nicht-Frameseiten man keine Wahl, aber bei Frames kann man gut auswählen, ob jetzt alles oder nur der wesentliche Teil gedruckt werden soll. Es ist ja nicht so, dass jeder auch das ellenlange Menü mitdrucken will, bei CSS-basiertem (tabellenlosem Design) kommen oft 10 Seiten mehr aus dem Drucker als gedacht. Außerdem: Wann hast du das letzte Mal eine Webseite ausgedruckt?

Frames können auf mobilen Geräten (Handy, PDA's) nicht dargestellt werden.
Das können Einzelseiten auch nicht. Versuche mal zB diese Seite auf 160pixel Breite zusammenzuschieben. Geht nicht? Natürlich nicht. Für mobile Geräte muss man eigene Seiten machen.
Aktualisierung: Mittlerweile sind die Handys smarter geworden und die Browser besser. Diese Seite hier kann man auf zumindest 320 Pixel zusammenschieben. Eine responsive Seite wird man heute kaum mehr mit Frames machen.

Frames sind kein gültiger Standard
Wenn alles im Web Standard wäre, dann wäre viel nicht. Jeder Browser wird Frames darstellen können solange es das Web gibt. Außerdem ist das sowieso Quatsch, Frames sind ein Standard.

Frames sind nicht benutzerfreundlich
Dem Benutzer fällt der Unterschied kaum auf, außer dass es nervig ist, wenn das Menü dauernd wegscrollt, statt wie bei Frames auf der Seite zu bleiben. Du würdest wohl auch wenig Freude haben, wenn die obere Leiste des Browsers wegscrollt oder wenn du immer raufscrollen musst, um die Werkzeuge in Word zu erreichen. Kann man mit Javascript korrigieren? Jo, kann man alles.

Auf Frames kann man nicht direkt verlinken
Ja, das ist ein echtes Problem. Das kann man zwar gut mit Javascript ausgleichen, aber das Problem bleibt. Stellt sich die Frage, wie wichtig das ist, die allermeisten (ausgehenden) Links zeigen ohnehin auf eine Startseite.

Frames werden nicht von Suchmaschinen gefunden
Ah-ja...

Frames sind uncool
Frag mal ein paar Leute, die KEINE Webdesigner sind. Die meisten halten die Frage für uncool.


Ein paar Worte vom Autor:

Ich mache meistens Einzelseiten, vor allem wenn eine Website in irgendeiner Form "generiert" wird (PHP oder Preprozessor). Bei kleineren Sites, bei denen der Umfang von Anfang an klar ist, sind Frames aber recht praktisch. Oft gibt es auch andere Gründe (zB Pflegbarkeit durch Dritte, oder Einbindung anderen Inhalte), die für Frames sprechen. Es ist für mich keine Glaubensfrage, sondern eine Frage des Nutzens.

Kommentare:

Dieser Artikel muss wohl uralt sein, worauf Erwähnungen der Browser Netscape und Internet Explorer 4 (!) schließen lassen. Traurig, dass so ein Artikel, dessen Aussagen heutzutage als völlig überholt anzusehen sind, nicht überarbeitet wird. Wenn das heutige Möchtegern-Webdesigner lesen und in der Art befolgen, dass sie heute noch Webseiten mit Framesets/Frames bauen, dann aber herzlichen Glückwunsch.

Antworten

Ja stimmt, diese Seite hier ist ziemlich alt. Der ganze Bereich \"Frames\" hier.

Aber: Es stimmt im Wesentlichen noch das meiste, und es wird heute ohnehin niemand mehr eine Website mit Frames anfangen. Wer heute eine Site mit Frames pflegt, hat irgendwelche Gründe dafür, etwa weil er keinen Relaunch machen will und die Sache ja so irgendwie läuft.

Antworten

Ich würde auch nie eine Webseite mit Frames bauen außer man braucht es wirglich. Leider gibt es aber Baukästen, die selbst die Webseiten mit Frames erstellen.

Chris
Antworten

ENDLICH mal eine ausgewogene Sichtweise zum Thema Frames ohne gebetsmühlenartige Wiederholung der üblichen, nahezu irrelevanten Argumente, die gegen Frames möglicherweise irgendwann mal gesprochen haben, und nicht mal das.

Frames konnten und können immer noch für viele Zwecke einfacher zu erstellen, zu warten, und zudem viel besser zu benutzen sein als 90,5 % der heutigen Websites, auf denen idiotischerweise die gesamte Navigation mit nach oben wegfährt.

David
Antworten

Echt gut! Hilft echt weiter und ist ohne Wiederholungen im Gegensatz zu anderen Erklärungen. Danke!

Julius
Antworten

Bin über die Seite gestolpert auf der Suche zu Frame Infos und ich kann sie gerade gut gebrauchen. Manche Anforderungen sind eben nicht so glatt, denn Kunden und leider auch Provider haben die unterschiedlichsten Probleme. Deswegen wäre es schön, wenn es die Seite so noch länger geben würde.

Danke

sine
Antworten

Der Einlassung von David kann ich nur zustimmen. Die Argumente gegen Frames sind ideologischer Natur von Besser-Webbies. Bisher hat mir jedenfalls noch niemand zeigen können, wie man ohne Frames mit anderen e i n f a c h e n Mitteln eine Seite so strukturiert, dass die Menüleiste beim Scrollen des Hauptinhalts nicht einen gefühlten Kilometer nach oben verschwindet.

Karl May-Drobbe
Antworten

Alt aber gut?

Frames werden zu Unrecht von manchen Webdesignern schief angesehen. Sie haben etliche Vorteile, aber auch Nachteile.

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